top of page

Galicische Nacht

Die Welt der Cantareiras - mit Wein und Tapas aus Galicien, Spanien
FR 5. Sep. 2025 | 20:00-21:00 
Roter Salon, Palais Festetics | Berggasse 16, 1090 Wien

Zum zweiten Mal vereinen sich die Festivals Espazos Sonoros aus Galicien (Spanien) und ViertelBarock aus Wien zu einer einzigartigen multidisziplinären Veranstaltung, die Musik, Literatur und Gastronomie auf faszinierende Weise miteinander verbindet. In diesem Jahr steht das galicische immaterielle Kulturerbe im Mittelpunkt – mit besonderem Fokus auf die jahrhundertealte Tradition der galicischen Lyrik, die über Generationen hinweg von den Cantareiras mündlich überliefert wurde.

Eine Besonderheit dieses Abends: Zwei Musiker:innen aus Österreich musizieren mit zwei Gästen aus Spanien und begeben sich so auf neues musikalisches Terrain. Zusammen mit dem Publikum tauchen sie in die galicische Klangwelt ein und lassen traditionsreiche Ausdrucksformen in einem neuen Licht erklingen – ein inspirierender Brückenschlag zwischen Kulturen und Traditionen.

yGxl08lg.jpeg

Ein Abend in herzlicher, offener und entspannter Atmosphäre – ein lebendiger Begegnungsort, an dem Live-Musik auf die kulinarischen Köstlichkeiten Galiciens trifft: Serviert werden „Petiscos“, kleine galicische Spezialitäten, sowie Wein vom galicischen Weingut Roandi, die den Gaumen verzaubern und das musikalische Erlebnis perfekt abrunden.​ Mit Unterstützung der Secretaría Xeral de Política Lingüística der Xunta de Galicia.​

*Abendkassa ab 19 Uhr

Belén Bermejo

Belén Bermejo ist promovierte Juristin und hat sich auf den rechtlichen Schutz des Kulturerbes und das Kulturrecht spezialisiert. Sie war Dozentin für Öffentliches Recht und Einführung in das spanische Recht an den Universitäten A Coruña und Innsbruck (Österreich). Mit acht Jahren begann sie mit dem Klavierunterricht und nahm Unterricht an den Konservatorien von Santiago und A Coruña. Außerdem zeigte sie stets ein besonderes Interesse am Gesang. Mitte der 1980er Jahre kam sie durch Miguel Ángel López Fariña mit der Welt der Alten Musik in Kontakt. Während ihres Universitätsstudiums nahm sie Gesangsunterricht bei der Sopranistin Mercedes Hernández und trat 1994 dem Ensemble Martin Codax bei, mit dem sie das Album Por que trovar é cousa en iaz aufnahm. Von da an begann sie eine autodidaktische Ausbildung, bei der sie sich in die Ästhetik und die Techniken der Interpretation mittelalterlicher und renaissancezeitlicher Musik vertiefte. Seit 2006 ist sie festes Mitglied des Ensembles für Alte Musik „1500“, mit dem sie auf zahlreichen Bühnen in Galicien, Südfrankreich, Österreich, Portugal und Brasilien aufgetreten ist. Seit 2003 leitet sie das Unternehmen „Sirgo Torcendo“, das sich der Entwicklung von Musik-, Ausstellungs- und Kulturprojekten widmet. Sie arbeitete auch als Agentin für bedeutende nationale und internationale Ensembles im Bereich der klassischen und alten Musik und ist Initiatorin sowie künstlerische Leiterin von Konzertreihen wie dem Festival „Espazos Sonoros“, der Konzertreihe „De lugares e órganos“ oder dem „Projekt zur Katalogisierung der Orgeln Galiciens“. Auf ihre Initiative hin entstanden das „Philosophische Salon von Brión“, das Projekt „Chegar a Galicia, chegar ao mundo“ („In Galicien ankommen, in der Welt ankommen“) sowie die gemeinsam geleitete und produzierte vierteilige Dokumentarserie Corpo de vento, viaxe ao corazón dos órganos galegos, die sich dem galicischen Orgel-Erbe widmet. Seit 2022 ist sie als Analystin für den Kulturteil der Zeitung Nós Diario tätig.

Belén pandeiro©Nachock.jpeg

© Nachock

David©MauroSanín.jpeg

David Bellas

David Bellas hat ein Diplom in Galicischer Gaita und ein höheres Diplom in Instrumenten der traditionellen und populären galicischen Musik mit Auszeichnung (dies war das erste Diplom, das in diesem Studienbereich vergeben wurde). Er hat zahlreiche Wettbewerbe sowohl als Solist auf der Gaita als auch als Mitglied verschiedener Gruppen gewonnen, wie dem Quartett „O Chupacabras“, dem „Projecto de Foles“ oder dem „Matamá Ensemble“. Er war Lehrer an verschiedenen Schulen, Vereinen und Konservatorien im ganzen Land und ist derzeit Professor am Konservatorium für Musik in Viveiro. Seine kreative Arbeit konzentriert sich auf die Entwicklung von Materialien, sowohl künstlerischen als auch didaktischen, die eine neue Sprache schaffen sollen, um neue Perspektiven im Umgang mit dem Gaita-Instrument zu bieten. Viele seiner Werke sind Teil des obligatorischen Lehrplans in den wichtigsten Konservatorien in Galicien und Asturien. Er arbeitet an allen Arten von Projekten, bei denen die Gaita zum Einsatz kommt, von der Alten bis zur modernen Musik, von traditioneller Musik bis hin zur freien Improvisation, und wird regelmäßig eingeladen, Kurse, Seminare und Vorträge sowohl in Galicien als auch im Rest der Iberischen Halbinsel zu halten.

© Mauro Sanin

Andrés Díaz Pazos

Andrés Díaz Pazos ist Doktor der Physikalischen Wissenschaften, Musiklehrer an einer weiterführenden Schule, Musiker mit Spezialisierung auf die Interpretation Alter Musik und ein anerkannter Forscher und Vermittler im Bereich des wissenschaftlichen Erbes und der galicischen Orgelbaukunst. Er ist Gründer und Leiter des Ensembles „Grupo de Música Antiga 1500“, in dem er verschiedene Blas- und Zupfinstrumente spielt und mit dem er seit 2005 über hundert Konzerte auf unterschiedlichsten Bühnen gegeben hat. Er ist Mitglied der Gruppe „Martín Códax“ und hat außerdem mit anderen Ensembles wie „Música Doméstica“, „Grupo de Cámara Universitario“, „Resonet“, „Coro Ultreia“, „Vox Stellae“, „Il Combattimento“ oder „Rosarum Flores Austria“ zusammengearbeitet.

Andrés 2 ©Nachock.jpg

Zudem ist er Gründer der Bläserkapelle „Menestreis de 1500“ und des Ensembles „Silva de Sons“. 2008 nahm er auf Einladung des Ministeriums für Kultur der Galicischen Regionalregierung an einem Team zur Katalogisierung der Orgeln in Galicien teil, und aus diesen Arbeiten resultierten verschiedene Veröffentlichungen in Fachzeitschriften über den galicischen Orgelbau. Darüber hinaus ist er Initiator zahlreicher Projekte zur Verbreitung Alter Musik und zur Wertschätzung des Orgelerbes, insbesondere durch das Festival „Espazos Sonoros“, die Reihe „O órgano da Compañía doutra maneira“, organisiert von der Universität von Santiago de Compostela zwischen 2008 und 2010, den Zyklus „De Lugares e Órganos“ oder das „Salão Filosófico de Brión“, bei denen er als musikalischer Berater tätig ist.

© Nachock

Lorina_(c)Theresa Pewal.jpg

Lorina Vallaster

Lorina Vallaster ist eine österreichische Blockflötistin, die ihre Studien bei Thomas List an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien und Carsten Eckert an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien mit ausgezeichnetem Erfolg abschloss. Meisterkurse besuchte sie bei Walter van Hauwe, Kees Boeke, Bruce Dickey, Michael Schneider, Dan Laurin, Maurice Steger, Dorothee Oberlinger und Erik Bosgraaf. Gesangsunterricht bei Ingrid Bendl und Cornelia Horak vervollständigen ihre Ausbildung. Mit den Ensembles Vivid Consort, Baubo Collective, Grupo de Música Antiga 1500 und Wientaler Dreigesang bewegt sie sich im Spannungsfeld von Alter Musik, Zeitgenössischer Musik, Improvisation und Interdisziplinarität. Konzerte führten sie bisher nach Europa, Japan, Taiwan, Iran und Festivals wie Wien Modern, Klangmanifeste, Carinthischer Sommer, Istanbul Music Festival, Nuova Consonanza, New Adits, Espazos Sonoros, Schleswig-Holstein Musik Festival und Quincena Musical. Dabei trat sie in Orten wie dem Wiener Musikverein, Wiener Konzerthaus, Grafenegg, Hofburgkapelle Wien und Porgy&Bess auf. Sie ist Stipendiatin von New Austrian Sound of Music, Musica Juventutis, Fidelio-Wettbewerb Wien, Tsuzuki-Stiftung, Yehudi Menuhin Live Music Now Foundation und dem Bank Austria Kunstpreis. Außerdem wurde sie in der Ö1-Talentebörse porträtiert.

© Theresa Pewal

Aliona Kalechyts-Pietrowskaja

Aliona Kalechyts-Pietrowskaja wurde in Minsk, Belarus geboren und begann im Alter von 5 Jahren ihre  Violinen-Ausbildung am Musik-Kolleg der Republik Belarus. Von 2002 bis 2007 war sie Stimmführerin im Jugend-Kammerorchester Minsk unter  der Leitung von Vladimir Perlin. Nach dem Abschluss ihres Studiums am Musikkolleg mit Auszeichnung wurde sie 2007 an die Musik Universität Minsk in die Klasse von Prof. Viacheslav Zelenin aufgenommen. Ein Jahr später wechselte Aliona  zu Prof. Anke Schittenhelm an der Kunstuniversität Graz in Österreich. In dieser Zeit entwickelte sie ihr  besonderes Interesse für Barockmusik, was sie dazu veranlasste, Barockvioline am J.J.Fux Konservatorium in  Graz bei Dario Luisi zu studieren. In 2018 absolvierte sie ihr Masterstudium mit Auszeichnung auf der  Barockvioline bei Prof. Susanne Scholz an der Kunstuniversität Graz. Aliona ist Mitglied von verschiedensten Ensembles und Orchestern, darunter: Il Giardino D’Amore (Polen),  Neue Hofkapelle Graz (Österreich), Orchester Wiener Akademie (Österreich), Orchester 1756 (Österreich),  Orchester Prisma Wien (Österreich) und La Folia Barockorchester (Deutschland). Sie ist Solistin beim internationalen Vokal-Ensemble Graces & Voices. 2021 hat Aliona das Barockensemble L’Aminta gegründet (Preisträger des Berliner-Bach-Wettbewerbs 2021, Auftritte bei vielen renommierten Festivals, darunter Resonanzen (Wien) und Innsbrucker Festwochen der Alten Musik etc.) Aliona reist regelmäßig als Interpretin durch Europa und Asien und gibt neben ihrer Konzerttätigkeit auch  Workshops und Meisterkurse. 

Aliona_(c)Maria Frodl.jpeg

© Maria Frodl

Musiker:innen 

 

Belén Bermejo - Gesang und Perkussion

Lorina Vallaster - Gesang und Blockflöten

David Bellas - gaita (Dudelsack) und asubío (Flöte)

Aliona Kalechyts-Pietrowskaja - Barockgeige

Andrés Díaz - Vihuela und Renaissancegitarre

Kopie von .jpg
espazos sonoros.png
bottom of page